Buch Bernhard Hoetger – Industrie-Design – Besteck 66400 – Werkverzeichnis

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Annähernd 100 Jahre sind vergangen, bis der von Bernhard Hoetger stammende Besteck-Entwurf für Koch & Bergfeld zum 100jährigen Bestehen der Firma mit einer Publikation im Jahr 2018 gebührend gewürdigt werden konnte. Der Designer Horst Heeren hat sich dieser Aufgabe gewidmet und die Details zu Bernhard Hoetgers „Industrie Design“ und seiner Arbeit für die Silberwarenmanufaktur Koch & Bergfeld zusammengetragen.

Bernhard Hoetger (1874 Dortmund/Hörde – 1949 Interlaken/Schweiz) bekannter Bildhauer, Entwerfer und Architekt, berühmt geworden mit der Gestaltung der Böttcherstraße in Bremen. Vertreter des sogenannten „Norddeutschen Expressionismus“.

Wenig bekannt ist, dass Hoetger sich zweimal mit Besteck beschäftigt hat – einmal für sein neues Haus in Worpswede (bei Bremen) ausschließlich zu seinem Eigengebrauch (im Jahr 1914), ein zweites Mal im Auftrag der Bremer Silberwarenmanufaktur Koch & Bergfeld zu deren 100. Jubiläum im Jahr 1929.

„Heute, bald einhundert Jahre nach seinem Entstehen, hat dieses Besteckmodell noch immer eine spannungsvolle Originalität“, schreibt Horst Heeren in seinem Buch. „Das Besteck und Silbergerät von Hoetger besticht durch großzügig angelegte Linien und Flächen, die dem Material Silber absolut entsprechen und ihm seine ureigene Wirkung ermöglichen“.

Es entstand ein außergewöhnlicher, dem franz. Art Deco nahestehender Besteck-Entwurf, der allerdings nur eine geringe Resonanz erzielte, u.A. wohl  durch den Umstand 50% über dem Verkaufspreis bekannter Modelle (z. B. „Spaten“, etc.) zu liegen.  Eine kurzfristig herausgebrachte, zweite veränderte Version der Messerhefte und diverser Vorlegeteile mit traditioneller Formgebung bewirkte keine entscheidende Wende. Weltwirtschaftskrise Vorkriegszeit, sowie 2. Weltkrieg taten ihr Übriges.

Es verwundert daher nicht, dass dieses Besteck nicht die Erwartungen der Geschäftsleitung erfüllte, da nur geringe Stückzahlen produziert wurden. Demzufolge taucht es heute nur selten auf und ist von Sammlern sehr gesucht. Auch Museen haben den Entwurf von Bernhard Hoetger erst spät wahrgenommen, in einigen bekannten Häusern ist er gar nicht vertreten.

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